Poesiealbum neu
Das Poesiealbum neu kann über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. zum Preis von 4,80 € (zzgl. Versand) bestellt werden.
Poesiealbum neu »Konsum & Kommerz. Gedichte«
Jochen Griebe: Laub mp3
Quelle: Lesestimme.de und "Konsum & Kommerz"
Sprecher: Tom Walter
Konsumenten sind wir alle. Und sind wir auch kommerziell? Übersetzt man kommerziell mit geschäftsmäßig, geschäftstüchtig, dann kann das kaum für das Verfertigen von und noch weniger für das Handeln mit Gedichten stehen. Dabei gab es lange vor den Geldwechslern die Dichter. Doch scheint dies in Vergessenheit geraten zu sein. Denn kommt ein Herausgeber einer Lyrikanthologie – wie der Unterzeichner – auf die Idee, einen Unternehmenskommunikator einer sicher nicht genannt sein wollenden Kaufhauskette, die sich K wie Karstadt schreibt, zu fragen, ob er 130 Jahre nach der Firmengründung die Veröffentlichung von Gedichten zum Thema Kaufen & Verbrauchen mit einer Werbung in eigener Sache unterstützen mag, wird allein an der Form der Abweisung deutlich, dass das Wortgeklingel außerhalb des Herrschaftsbereiches des Kassenklingelns rangiert. Mit völligem Unverständnis und nicht weniger ablehnend reagierte der Centermanager eines bekannten Einkaufszentrums mit Gleisanschluss auf solch ein Ansinnen, wird doch seine mehretagige Marktmeile an Wochentagen stündlich von bis zu 12.000 Menschen frequentiert. Da kann nur ein Träumer sagen: Welch ein Potential an Lyriklesern! Dabei geht es all diesen Handelsmenschen ums Verbrauchen, etwas, was das Verkaufsgenie im gleichnamigen Roman des Autorenduos Vercors & Coronel bis zum Exzess getrieben hat. Wenn darin einem unmusikalischen Menschen ein Klavier aufgeschwatzt werden kann, kommt ein amusischer mit einem Lyrikband noch relativ glimpflich davon. Verbrauchen aber ist etwas, was Lyrik im Grunde fremd ist. Wirkliche Dichtung nutzt sich nicht ab und kommt auch nicht von der Stange. Sprache hat keine Öffnungszeiten und benötigt auch keine Ankleidekabine. Allerdings heischt Dichtung, wird sie zur Ware, nach Aufmerksamkeit. Wie heißt es bei André Morys, dem E-Commerce-Kenner und Marketing-Optimierer? "Die richtigen Kaufanreize und Trigger müssen zur richtigen Zeit kommen." Sicher ist Lyrik auch saisonal, und wenn das Experiment gewagt würde und man Büchertürme aus Lyrikbänden bauen und lauthals bewerben würde (vorausgesetzt der Verfasser lieferte vorab einen Eklat), erzeugte das Angebot garantiert auch eine Nachfrage. Aber welcher Händler tut das?
Ralph Grüneberger
Autoren
Wilhelm Bartsch, Thomas Böhme, Peter Bornhöft, Volker Braun, Friedrich Christian Delius, Doris Distelmaier-Haas, Julietta Fix, Peter Gosse, Jochen Griebe, Christel Guhde, Elisabeth Hackel, Monika Hähnel, Margarete Hannsmann, Gisela Hemau, Dieter Höss, Mirela Ivanova, Christine Kayser, Eva Lehmann-Lilienthal, Sigrid Lichtenberger, Joanna Lisiak, Hartmut Löscher, Karl May, Bert Papenfuß-Gorek, Jutta Pillat, Jürgen Polinske, Francisco de Quevedo, Helmut Richter, Hans-Peter Rinke, Wolfgang Rischer, Rainer Strobelt, Hans-Ulrich Treichelt Kurt Tucholsky, Jan Wagner
ISBN: 978-937264-73-8, Preis: € 4,80
Erste Pressestimmen
Konsum & Kommerz: Neues Poesiealbum beschäftigt sich mit dem Kaufen und Verkauftwerden
Es ist ein guter Moment, um inne zu halten. Die Einzelhändler haben sich ja schon vorgefreut. Die Bürger kaufen so viel, wie selten in den letzten Jahren. mehr
(Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung v. 22.12.11)
"Konsum & Kommerz" ist die zwölfte Publikation aus der Lyrikreihe "Poesiealbum neu" der Leipziger Edition "kunst & dichtung"; und bei all den sibyllinischen Themenkomplexen, die die Literaturzeitschriften so ausschreiben, und in denen sich dann alles oder nichts wiederfindet, fühle ich mich von der aktuellen politisch-brisanten Dimension, die der Hefttitel verspricht, sofort angesprochen und meine Erwartungshaltung wird tatsächlich in keiner Weise enttäuscht. mehr
(Dominik Dombrowski, Fixpoetry, 49 KW 2011)
Poesiealbum neu »Tierwelten. Gedichte«
Früh schon haben wir erfahren, dass die Poesie eng mit der Tierwelt verbunden ist. Da kam der Mops in die Küche und den Hoppe-Hoppe-Reiter fraßen, sobald er im Graben lag, die Raben.
Dem Angsthasen standen wir (und unsere Kinder) bei, und natürlich der Igelfamilie und Elisabeth Shaws tapferen Schweinchen Zilli, Billi und Willi.
Später lasen wir von Rilkes Panther, der entgegen heutiger Zoo-Tierhaltung im Käfig schmachtete, kämpften mit Hemingways Schwertfisch, jagten Melvilles weißen Wal Moby Dick und litten mit Merles »vernunftbegabten« Säugetieren.
Eingefangen wurde von unserer Netzhaut das Abbild von des »Fisches Nachtgesang« nach Morgenstern. Und ein- genistet in unsere Gehörgänge hat sich schon nach einmaligem Hören Poes never more. Ein Refrain, den Theodor Etzel mit »Nie du Tor« (1909), Hedwig Lachmann etwa zwanzig Jahre früher schlicht mit »Nimmer!« und bereits Luise von Ploennies (1857) mit »Verloren!« übersetzt hat.
Hunde, Katzen, Vögel und Schmetterlinge zählen zu den Favoriten dieser Ausgabe im nunmehr fünften Jahrgang der von uns wiederbelebten Lyrikreihe. Aber auch eine Schildkröte kommt vor, selbst ein Wal, ein Fuchs, ein Bär, sogar ein Regenwurm, und selbst die Kellerassel, die in feuchten Dichterstuben manchmal übers Blatt läuft, bahnt sich ihren Weg ins Gedicht. Jener Form, in der, man kann es mit etwas Ausdauer sehen, wie im Flohzirkus die Buchstaben durcheinanderwirbeln, ehe sie in Sprache gebunden sind.
Ralph Grüneberger
Autoren
Jorge Luis Borges, Nora Bossong, Ilse Brem, Hans Brinkmann, Hans Dietrich Bruhn, Uwe Claus, Georg Oswald Cott, Carl-Christian Elze, Eckhard Erxleben, Erich Fried, Peter Frömmig, Robert Gernhardt, Ingrid Gorr, Kerstin Hensel, Klaus Huber, Markus Manfred Jung, Marie Luise Kaschnitz, Stefanie Kemper, Annerose Kirchner, Arnold Leifert, Anton G. Leitner, Gustav Lüder, Klaus Nührig, Gerhard Oberlin, Gunter Preuß, Joachim Ringelnatz, Ulrike Almut Sandig, Siegfried Schüller, Helle Trede, Dieter Treeck, Sandra Trojan, Simone Voß, Walter Werner, Evelyn von Wietersheim, Jan Zänker
Rezensionen
Thüringer Allgemeine
Leipziger Internet Zeitung (L-IZ)
ISBN: 978-3-937264-72-1, Preis: EUR 4,80
Poesiealbum neu »Bild und Bildner. Gedichte, Notate«
Die 10. Ausgabe des Poesiealbum neu enthält 41 Gedichte zur bildenden Kunst und zu einzelnen Künstlern, u.a. von Franz Hodjak, Reiner Kunze, Lutz Rathenow und Tina Stroheker.
Den Mittelteil bilden Notate Kunstschaffender zu ihrem Werk, u.a. von Neo Rauch, dessen einstiger Kollegin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Prof. Katrin Kunert und seinem früheren Lehrer und Professorenkollege Sighard Gille.
Zum Spektrum gehören darüber hinaus Beiträge von Prof. Rainer Schade, Norbert Wagenbrett und Andreas Deckardt. Von letzterem stammt das Titelbild der Ausgabe. Von Bernd-Lutz Lange gibt es einen Text zu Werner Tübke, und Guntram Vesper lieferte einen Beitrag zu Conrad Felixmüller. Der Maler Hassan Haddad, der aus dem Irak stammt, formuliert seinen künstlerischen Anspruch, desgleichen die Malerinnen Ju Sobing, Angelika Rochhausen und Christl M. Göthner.
Poesiealbum neu »Essen & Trinken«
Gedichte im Westentaschenformat wünschte sich Bertolt Brecht und meinte Publikationen wie diese. Doch auch Flachmänner passen in die Westentasche. Womit wir beim Thema wären, d.h. bei einem Teil von ihm. Der mittags übernächtigt die Welt durch ein Rotweinglas schauende Dichter ist ein allgemein bekanntes Klischee, das wie alle Klischees einen wahren Kern wie eine Schnapspraline hat. Nur bedichten Dichter und noch weniger Dichterinnen selten ihre Trink- oder Fresslust. Da fliegen einem als Herausgeber die Verse nicht zu wie im Märchen die gebratenen Tauben.
Grund genug für die edition kunst & dichtung eine delikate Gedichtauswahl von bekannten Autorinnen und Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann, Charles Bukowski, Günter Grass, Georg Maurer, Joachim Ringelnatz oder Eva Strittmatter zusammenzustellen. Nachgeschlagen wurde auch bei jüngeren Wortgourmets wie Kerstin Preiwuß und Gundula Sell. Als Zwischengang wird ein Interview mit Ulla Hahn angeboten.
Das auf dem Titel abgebildete Gemälde stammt vom Leipziger Künstler Walter Bodenthal (1892–1988).
Poesiealbum neu – eine Anthologie-Reihe
Von den 216 Autorinnen und Autoren, deren Texte in den bislang 10 Ausgaben des »Poesiealbum neu« abgedruckt worden sind, zählen viele zu den namhaften Lyrikern der Gegenwart, wie Volker Braun, Hans Magnus Enzensberger oder Ursula Krechel. Auch Nachwuchstalente wie Linda Entz, Christine Hoba und Ron Winkler finden sich darunter. Desgleichen internationale Größen wie Jewgeni Jewtuschenko, Bekim Morina, Dragutin Tadijanovic und Marina Zwetajewa.
Die Titelbilder zeigen stets Gemälde bildender Künstler der Gegenwart, unter ihnen Sighard Gille, Katrin Kunert oder Norbert Wagenbrett.
Heft 1/2007 Auftaktheft
Heft 2/2007 »Bilanz«
Heft 1/2008 »Die vier Elemente«
Heft 2/2008 »Texte gegen Intoleranz«
Heft 3/2008 »Lesen & Schreiben«
Heft 4/2008 »Gedichte für Kinder«
Heft 1/2009 »Stadtlandschaften«
Heft 2/2009 »Deutschland. Gedichte«
Heft 1/2010 »Essen & Trinken«
Heft 2/2010 »Bild und Bildner. Gedichte und Notate«
Heft 1/2011 »Tierwelten. Gedichte«
Pressestimmen (Auswahl)
»Das erste Heft kann sich schon mal sehen lassen, darin erscheinen u.a. Gedichte von Volker Braun, Peter Härtling, Christoph Meckel und Lutz Rathenow. Kann man das anders als gut finden?« (kreuzer 11/07)
»Das ‘Poesiealbum neu’ sieht fast so aus wie das alte, was belegt, wie zeitlos modern das Erscheinungsbild war und ist.« (Magazin, 11/07)
»Besonders stolz ist der Verein auf seine aktuelle Initiative: die Wiederbelebung der traditionellen, von Bernd Jentzsch vor 40 Jahren begründeten Reihe Poesiealbum, einer Halbjahresanthologie mit Gedichten von Vereinsmitgliedern, die deutschlandweite Beachtung fand.« (Leipziger Amtsblatt, 11/07)
»Auf 32 Seiten ist themenbezogene Lyrik vom Feinsten zu finden.« (IgdA-aktuell, Heft 2/08)
»Gleichzeitig erscheint das ‘Poesiealbum neu’ seit 2007 in der Edition kunst & dichtung der Leipziger Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik […] Nun ziehen die Leipziger […] eine Art Bilanz. ‘Deutschland. Gedichte’ heißt es, und Ralph Grüneberger schreibt im Editorial: ‘Lieder und Gedichte haben die Staatsformen in unserem Land der Dichter und Denker immer begleitet.’« (Leipziger Volkszeitung, 9.10.09)